Beispiel für weihnachtliche Kindergeschichte

Zunächst beispielhafte Stichpunkte für eine Weihnachtsgeschichte:

  • Die Geschichte soll zur Weihnachtszeit passen
  • Das Kind heißt Laura und ist 5 Jahre alt
  • Geht unglaublich gerne baden und spielt dabei
    immer mit seinem Quietscheentchen
  • Das Quietscheentchen ist sein liebstes "Stofftier"
  • Es hat sogar einen eigenen Namen "Quietschie"
  • Liebt es wenn man ihm Geschichten über Quietschie
    erzählt, in denen das Entchen Abenteuer erlebt
  • Die Geschichte soll harmlos und positiv sein
  • Es wäre toll, wenn der Nikolaus in der Geschichte vorkommen könnte

Die aus den obigen Stichpunkten entstandene Weihnachtsgeschichte:

Es liegt nun schon einige Jahre zurück als fast das Nikolausfest ausgefallen wäre, wenn nicht Dein Entchen Quietschie…

Aber am besten ich fange noch mal ganz von vorne an mit der Geschichte. Also Laura, falls Du Dich immer schon mal gefragt hast, was Quietschie so alles erlebt hat, bevor es zu Dir kam, in dieser Geschichte wirst du einen Teil davon erfahren. Also pass gut auf.

Es war der Tag vor Nikolaus und in der Wohnung des Weihnachtsmannes am Nordpol war es wie immer um diese Zeit bitter kalt. Der Nikolaus hatte schon alle Geschenke verpackt und zu seinem Schlitten gebracht. Frau Nikolaus hatte das Gewand ihres Mannes noch einmal blitzblank poliert, damit alle Kinder strahlende Augen bekommen, falls sie den Nikolaus am Himmel sehen sollten.

So saß der Nikolaus in seinem großen Sessel und wartete gespannt darauf, dass es endlich Abend wurde und er mit seinem Schlitten los fahren konnte. Doch da kam seine Frau herein und sagte „Du willst doch wohl nicht so los fahren? Du bist ja ganz schmutzig vom vielen Geschenke verpacken. Ich lass Dir erst mal Badewasser ein und dann nimmst Du ein schönes Bad“. Der Nikolaus grummelte „Ja wenn Du meinst geh ich eben noch Baden.“ Und so legte sich der Nikolaus in seine Badewanne und spielte mit Quietschie, dem Nikolaus-Quietscheentchen. Als er fertig war mit dem Baden trocknete er sich ab und zog sich sein Gewand an. Doch er merkte nicht, wie ihm dabei die Landkarte mit allen Wohnungen und Geschenken der Kinder aus der Tasche und direkt ins Badewasser fiel. Ohne diese Karte würde der Nikolaus gar nicht mehr wissen, welches Kind was bekommen sollte. 

Als der Nikolaus das Badezimmer verlassen hatte, sah Quietschie plötzlich die Karte auf dem Wasser liegen und dachte sich „Oje, wenn die Karte noch länger in der Wanne liegen bleibt, dann wird alles was da darauf steht vom Wasser verwischt und keiner kann es mehr lesen. Dann wird keines der Kinder das richtige Geschenk bekommen.“ So nahm das Entchen all seine Kraft zusammen, schwamm zu dem Zettel, nahm ihn in den Schnabel und hüpfte aus der Wanne. Es hörte den Nikolaus schon zu seiner Frau sagen „Du ich flieg dann gleich los!“. Da atmete Quietschie so tief ein wie es konnte und quietsche so laut, dass fast die Gläser von Frau Nikolaus zersprungen wären. Der Nikolaus erschrak und rannte zurück in das Badezimmer. Da sah er das Entchen mit der Karte im Schnabel sitzen und musste lachen „Ho Ho Ho! Ich bin aber auch ein Schussel. Die Karte ist ja schon ganz feucht. Ein paar Sekunden länger im Wasser und alle meine Notizen wären verwischt gewesen. Vielen Dank! Wenn ich Dich nicht hätte Quietschie. Weißt du was? Als Belohnung nehme ich Dich heute Abend in meinem Schlitten mit und Du kannst beim Verteilen der Geschenke helfen.“ Da leuchteten Quitschies Augen vor Stolz und Freude. Schließlich hatte Quietschie ganz alleine den Nikolaustag gerettet.

Und wer an diesem Abend den Nikolaus gesehen hat, der wird neben ihm auf dem Schlitten einen kleinen gelben Punkt gesehen haben. Und nun, liebe Laura, weißt du, dass dieser Punkt Dein Quietschie war.

Anmerkung: Namen und Texte sind frei erfunden. Jede Übereinstimmung mit lebenden oder toten Personen, existierenden oder vormals existierenden Firmen oder wahren Begebenheiten ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 


 
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